Sonntag, 27. September 2015

Zweiter Akt: Übersicht und Struktur

Zweiter Akt

mehrere Schauplätze

erster Schauplatz: im Wald vor der Höhle des Femegerichts


II,1
Monolog des Grafen (ca. 2 Seiten)


Der Graf beklagt, dass er Käthchen nicht begehrt, obwohl er sie liebt und sie eigentlich eine Traumfrau ist (»makellos an Leib und Seele«).

II,2 & II,3
Erneute Fehde: Der Graf im Dialog mit einem Boten (ca. 3 Seiten)


Flammberg, ein Bote von Schloß Wetterstrahl, berichtet, dass dem Grafen erneut ein Angriff droht, der Rheingraf erklärt ihm im Namen von Kunigunde von Thurneck den Krieg (Fehde). Das ist bereits der dritte, der das in ihrem Namen tut.
Der Graf regt sich fürchterlich auf, die Forderungen seien lächerlich, und es sei einzig Kunigundes kleopatrahafte Gabe, Männer um den Finger zu wickeln, die ihm diese Sorgen bereitet.
Er beschließt einen Rachefeldzug gegen Kunigunde.


zweiter Schauplatz: im Gebirge bei einem heftigen Gewitter

II,4 bis II,6
Die Widersacher unter sich, eine kuriose Entführung (ca. 5 Seiten)

Einführungsszene:
der Burggraf von Freiburg und sein Freund Georg von Waldstätten haben die ohnmächtige Kunigunde entführt und suchen in einer Hütte Schutz vor dem Gewitter. Sie geben sich als Jerusalemkrieger aus. Der Burggraf erzählt Georg von seiner unerwiderten Liebe zu Kunigunde und seinem Vorhaben: er will sich an ihr rächen, indem er sie vor allen bloßstellt. 

II,7 & II,8
Ein erster Zweikampf und eine kuriose Begegnung (ca. 9 Seiten)

Wie der Zufall es will, bitten Graf Wetter vom Strahl und Flammberg in derselben Hütte um Schutz.
Dort kommt es ausgerechnet zu einer Kampf zwischen den beiden Grafen, dabei sind beide im Grunde beide Gegner Kunigundes. Sie kennen ihre Identitäten voneinander nicht. Dasselbe gilt für Kunigunde und Graf Wetter vom Strahl:
Kunigunde bittet die Neuankömmlinge um Hilfe. Der Burggraf von Freiburg legt sich mit Graf vom Strahl an und wird von ihm im Kampf besiegt. Kundigunde und Graf Wetter vom Strahl stellen sich einander vor und sind beide fassungslos, in diese Situation gekommen zu sein.

Kunigunde rauft sich als erste zusammen, sie dankt den Grafen für seine Hilfe und stellt ihm einen großen Lohn in Aussicht.

dritter Schauplatz: Schloß Wetterstrahl

II,9 bis II,11
Der Traum des Grafen vom Strahl und Kunigundes Absichten (ca. 5 Seiten)


Vor dem Schminktisch: Kunigunde wird von ihrer Bediensten Rosalie und von Brigitte, der Bediensteten des Grafen, zurechtgemacht. Rosalie bittet Brigitte, Kunigunde von dem Fiebertraum des Grafen und einer Engelserscheinung zu erzählen, die ihm seine zukünftige Gattin offenbart. Sie dichtet Kunigunde eine Verwandtschaft mit dem ehemaligen Kaiser an. Brigitte muss Rosalie davon erzählt haben und nun wittert Rosalie darin die Chance, dass Kunigunde nun für den Grafen Wetter vom Strahl interessant ist: Augenscheinlich wird Kunigunde nun für diese Frau gehalten, was Kunigunde selbst ziemlich überrascht. Ein Kriterium ist die Verwandtschaft mit dem oder einem Kaiser. Sie erfüllt diese Bedingung mit einer gewissen Einschränkung, sie ist eine Urenkelin eines ehemaligen Kaisers.
Kunigunde führt etwas im Schilde, sie fragt Rosalie nach Urkunden, bei denen es sich vermutlich um Dokumente handelt, sie mit Besitzansprüche und Beglaubigungen zu tun haben, weshalb sie sich ja mit dem Grafen ursprünglich zu streiten scheint.
Als sich die Mutter des Grafen zu Besuch anmeldet, versteckt sie die Dokumente.


II,12 & II,13
die Streitigkeiten werden offiziell beigelegt (ca. 4 Seiten)


Die Mutter des Grafen und Kunigunde tauschen Nettigkeiten aus.
Als der Graf hinzukommt, geht es um die vergangenen Konflikte, die nun beigelegt werden sollen. der Graf bietet an, jeglicher Forderung nachzukommen, sollte eine zu Recht bestehen.
Kunigunde zerreißt die Dokumente, die ihre Forderungen bestätigen.
Sie scheint nun auf eine neue Karte zu setzen: Ehe statt Krieg.
Der Graf scheint nun bereit, sie zu ehelichen. 

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